Ausflüge

Orosi


Orosi ist bekannt durch seine Kirche. Das Städtchen hat die älteste noch erhaltene Kirche in Costa Rica. Sie wurde 1743 fertiggestellt und hat alle Erdbeben seit dieser Zeit nahezu unbeschadet überstanden. Für viele gläubige Katholiken grenzt das an ein Wunder. Orosi ist nicht nur wegen der Kirche einen Besuch wert. Orosi liegt in einem landschaftlich reizvollen, fruchtbaren Tal durch das sich der Rio Reventazón schlängelt. Er ist nach dem Rio Pacuare der zweitwichtigste Fluss für Raftingtouren. Im Orosital befinden sich außerdem weitläufige Kaffeeplantagen, heiße vulkanische Quellen und nicht weit der Nationalpark Tapantí durch den der Rio Orosi fließt. Nach Orosi kommt man wenn man nach Turrialba fährt und dann die Landstraße nach San José wählt. Achten Sie bitte darauf, dass Sie in Paraiso nicht Richtung Cartago weiterfahren, sondern nach Orosi abbiegen. Die Abbiegung ist beschildert und nach ca. 5 km erreichen Sie das Dorf.

Tapantí

Der Nationalpark Tapantí liegt ein paar Kilometer südlich von Orosi und ist von dort über eine Schotterstraße gut erreichbar. Tapantí ist das regenreichste Gebiet Costa Ricas und gehört zu den drei regenreichsten der Erde. Die Niederschlagsmenge beträgt über 6.500 mm pro Jahr. Sie sollten daher bei einem Besuch Regenkleidung nicht vergessen! Dieser Überfluss an Wasser hat natürlich Auswirkungen auf Flora und Fauna. Sie können üppigen Primärwald bestaunen. Der Nationalpark beherbergt eine außergewöhnliche Vielfalt an Tieren von denen einige vom Aussterben bedroht sind wie beispielsweise Ozelote, Wieselkatzen, Tigerkatzen, Jaguare, Waschbären, Armadillos, Nasenbären, Pakas, Agutis, Brüllaffen, Kapuzineraffen, Kolibris, Sperber, Falken, Quetzale und Tapire. Tapanti ist das indianische Wort für Tapir. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von knapp 60.000 Hektar und liegt auf einer Höhe zwischen 1200 m bis 2560 m über dem Meer. Auf mehreren Wanderwegen, die gut beschildert sind, können Sie einen kleinen Teil des Parks erkunden. Die Ranger am Parkeingang händigen Ihnen bei Eintritt eine Karte aus, die sehr hilfreich ist. Falls Sie den Park besuchen, sollten Sie die Badehose nicht vergessen, da es schöne Stellen am Orosi-Fluss gibt, die zum Baden und verweilen einladen. Von Costaricanern wird der Fluss gern für Wochenendausflüge und zum Grillen besucht.

Vulkan Turrialba

Der Vulkan Turrialba ist mit seinen 3340 Metern der zweithöchste und einer der schönsten, zugänglichen Vulkane in Costa Rica. Er liegt im Nationalpark Volcan Turrialba. Der Aufstieg durch den Park ist ein Erlebnis, da man durch Nebel- und Regenwald geht. In höheren Zonen wird man durch große Farne und großblättrige Gewächsen an einen Märchenwald erinnert. Mit etwas Glück kann man Kolibris und auch Quetzale sehen. Bei klarem Wetter kann man den Irazu, den Poas und den Barva sehen – alles Vulkane der Zentralkordillere. Insgesamt eröffnet sich einem vom Gipfel eine wunderbare Sicht auf die umliegende Umgebung, die von Milchwirtschaft geprägt ist. Wer gern fern von großem Trubel wandert, ist hier genau richtig, da der Nationalpark nicht sehr gut erschlossen ist – sprich, man kann nicht mit dem Auto zum Kraterrand fahren – und daher relativ wenig besucht wird.
2006 erwachte der Turrialba wieder zum Leben und raucht seither mal mehr, mal weniger und spuckt ab und zu etwas Asche aus. Bevor Sie eine Tour planen, sollten Sie sich bei der Parkverwaltung erkundigen, ob der Nationalpark geöffnet ist.

Schlangenfarm Pavones

Die Schlangenfarm in Pavones wurde ursprünglich gegründet um das Verhalten von Schlangen zu erforschen und insbesondere die Landbevölkerung über die unterschiedlichen Schlangenarten, deren Gefahren, aber auch den Nutzen dieser Tiere, aufzuklären. Mittlerweile ist die Schlangenfarm zur Touristenattraktion gewortden. Man hat die Möglichkeit, Schlangen der Region zu sehen und, wenn man möchte, auch anzufassen. Die Ranger nehmen sich viel Zeit, um das Verhalten der Schlangen zu erklären und einem damit die Angst vor diesen schönen Reptilien zu nehmen.

Botanischer Garten CATIE

Der Botanische Garten des CATIE bietet Ihnen eine große Anzahl an unterschiedlichen exotischen Pflanzen und tropischen Früchten. Schon allein wegen der Orchideen lohnt sich ein Ausflug. Sie haben außerdem die Möglichkeit Früchte oder Fruchtsäfte zu probieren. Geöffnet ist der Garten täglich von Montag bis Sonntag von 07.00 bis 16.00 Uhr und es werden geführte Touren angeboten. Von La Suiza aus gesehen, befindet sich das CATIE ca. 3 Kilometer vor Turrialba auf der rechten Seite.
CATIE (Centro Agrónomo Tropical de Investigación y Ensenanza) ist ein Forschungs- und Ausbildungszentrum im Bereich tropischer Landwirtschaft. Ziel ist es, die tropische Landwirtschaft und die Nutzung natürlicher Ressourcen nachhaltiger zu gestalten. Damit soll die Entwicklung ländlicher Gebiete unterstützt und die Armut auf dem Lande bekämpft werden.

Nach Orosi und Tapanti über Tucurrique – Schöne Offroadstrecke

Nach Orosi können Sie, statt über die Landstraße zu fahren, eine schöne Offroadstrecke wählen. Fahren Sie von La Suiza in Richtung Turrialba. Nach ca. 5 km biegen Sie links auf die 225 Richtung Atirro ab, biegen Sie also noch vor dem Angostura-See ab. Bleiben Sie dann immer auf dieser Straße bis Sie über Tucurrique zum Cachi-Stausee kommen. Fahren Sie links am See vorbei nach Orosi. Wer gern eine schöne Aussicht über das ganze Orosi-Tal bewundern möchte, sollte rechts um den Cachi-See über Ujarrás fahren. Von Orosi aus geht es weiter nach Tapantí und auf der 408 über Selva, Taus, Humo und Pajibaye auf die 225 und schließlich wieder auf die Straße nach La Suiza. Wer gern paddelt, kann eine Tour auf dem Rio Pejibaye buchen. Die Einstiegsstelle ist hinter der Schule in Taus. Von dort geht es mit dem Canadier flussabwärts. Der Rio Pejibaye ist landschaftlich sehr schön gelegen.

Über die Tierra de Los Santos nach Quepos Atemberaubende Aussicht – schöne Offroadstrecke

Die Strecke bin ich mehrmals mit meinem Motorrad und erst vor zwei Jahren mit meiner Freundin in einem kleinen Jeep gefahren. Es macht einfach immer wieder Spass. Fahren Sie zunächst von La Suiza aus Richtung San José. Wenn Sie in Cartago auf die Panamericana kommen folgen Sie dieser nicht nach San José, sondern nach Süden in Richtung San Isidro de El General. Nach ca. 20 km bei El Empalme verlassen Sie die Interamericana (2) und biegen rechts auf die 226 Richtung Santa María de Dota ab. Folgen Sie der Straße bis Tres Marías und biegen dann links auf die 303 ab. Einige Kilometer nach San Marcos verlassen Sie dann die alphaltierte Straße und biegen links auf eine Schotterstraße ab. Quepos müsste hier schon angeschildert sein. Es sind ca. 35 km. Fahren Sie entlang des Rio Pirrís über Nápoles und Naranjito nach Quepos. Schon ab Santa María eröffnen sich Ihnen immer wieder atemberaubende Aussichten auf die umliegenden Berge. Die Zona de Los Santos ist bekannt für den besten Kaffee Costa Ricas. Sie können die Kaffeepflanzungen an den Hängen der Berge sehen. Besonders schön ist es, wenn Sie zur Blütezeit unterwegs sind. Dann sind die Kaffeebäumchen mit einem weißen Schleier überzogen. Auf der Schotterstraße taucht man relativ bald in Regenwald ein. Es ist nicht ungewöhnlich, dass das Wetter in dem Urwaldstück anders ist als draußen. Möglicherweise hatten Sie bis dahin strahlend blauen Himmel und im Regenwald ist es nebelverhangen oder regnet gar. Daher kann die Straße naß und damit rutschig sein. Fahren Sie also langsam und genießen Sie die üppigen Gewächse. Nach ca. 1 1/2 bis 2 Stunden Fahrt kommt man an ein kleines Restaurant – eine Soda wie die Ticos sagen – dass am Berg zu schweben scheint. Die Straße führt direkt über den Grat eines Bergrückens und es eröffnet sich eine atemberaubende Rundumsicht. Die kleine Soda ist auf Stelzen direkt in den Hang gebaut. Es lohnt sich, hier ein bisschen zu verweilen und die Aussicht zu genießen. Wenn Sie weiterfahren, kommen Sie relativ bald aus dem Urwald heraus und fahren durch riesige Palmölplantagen. In Quepos können Sie den Nationalpark Manuel Antonio besuchen, der sehr schöne Strände bietet. Ich persönlich ziehe es vor, der Straße 34 etwas weiter nach südosten zu folgen bis Playa Matapalo oder insbesondere Playa Dominical, da es dort etwas ruhiger zugeht. Bei Dominical können Sie von der 34 Richtung Norden nach San Isidro de El General fahren und dann über den Cerro de la Muerte, dessen Pass auf 3.451 Metern liegt über Cartago zurück nach La Suiza fahren. Die Fahrt lohnt sich, da es einfach Spass macht mit einem kleinen Offroader abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs zu sein.

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